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Vortrag «Frauen und Sport – Frauen bei Olympischen Spielen»
Olympia / 10. Oktober 2016 Organisation / 10. Oktober 2016
Vortrag «Frauen und Sport – Frauen bei Olympischen Spielen»
Am Mittwoch, 12. Oktober 2016, um 18 Uhr, hält der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Buschmann einen Vortrag über die olympische Sportgeschichte der Frauen.

An den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1896 in Athen, durften noch keine Frauen teilnehmen. Bei den zweiten Olympischen Spielen, 1900 in Paris, traten neben 975 Männern zum ersten Mal Frauen an, und zwar 22 Sportlerinnen in den Disziplinen Tennis und Golf. 

 

Wie die Gesellschaft, die Politik und die Wirtschaft war auch der Sport lange Zeit komplett von Männern dominiert. Die Frauen mussten sich den Zugang zum Sport allgemein und erst recht zum Spitzensport erkämpfen. Frauen in Hosen oder gar in kurzen Sporthosen galten früher als unschicklich. Es wurde zudem argumentiert, Frauen würden sich beim Sport körperlich überanstrengen und dieser wirke sich negativ auf ihre Fruchtbarkeit aus. Frauen durften deshalb nur in ausgewählten Disziplinen starten. Leichtathletinnen massen sich erstmals 1928 in Amsterdam in den olympischen Disziplinen 100m, 4 x 100m-Staffel und 800m. Nach dem 800m-Finale kursierten in der Presse falsche Berichte, dass mehrere Finalistinnen aufgegeben hätten oder nach dem Rennen kollabiert seien. Dies wurde als Vorwand genommen, um Frauen bis zu den Olympischen Spielen 1960 nicht mehr zu diesem Wettkampf zuzulassen. Es wurde behauptet, die Körper der Frauen seien nicht für Rennen auf längere Distanzen gebaut. 
 
Die Olympischen Spiele in London 2012 waren die ersten Sommerspiele, an die jede teilnehmende Nation mindestens einen weiblichen Athleten schickte. Es gab bei ihnen zudem erstmals in jeder Sportart einen Wettkampf für Frauen. Allein den Frauen vorbehalten sind die seit 1984 olympischen Disziplinen Rhythmische Sportgymnastik und Synchronschwimmen. Aber noch immer nehmen mehr Männer als Frauen an Olympischen Spielen teil und hat der Frauensport in zahlreichen Ländern mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. Nach wie vor stark unter-vertreten sind Frauen in Funktionärsposten. Da ist es umso erfreulicher, dass mit Prinzessin Nora von Liechtenstein eine Frau Liechtenstein im IOC vertritt. Auch an der Spitze des LOC steht mit Isabel Fehr eine Frau. Fünf der neun Liechtensteiner Olympiamedaillen wurden von Athletinnen erkämpft, vier von Hanni Wenzel und eine von Ursula Konzett, alle im Ski Alpin.
 

Prof. Dr. Jürgen Buschmann, Sportwissenschaftler und ehemaliger Leiter für Olympische Studien an der Sporthochschule Köln wird dem Publikum spannende Einblicke und Fakten zur geschichtlichen Entwicklung des olympischen Frauensports liefern.

ACHTUNG: Dieser Vortrag ersetzt den ursprünglich für den 12. Oktober vorgesehenen Vortrag von Christoph Sieber. 

 

Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Sonderausstellung «Mythos Olympische Spiele – Von der Antike bis zur Gegenwart», die in Zusammenarbeit mit dem LOC bis zum 15. Januar 2017 im Liechtensteinischen Landesmuseum gezeigt wird.

 

(Bildlegende:  Zieleinlauf des allerersten 100m Olympiafinale der Frauen - Die Amerikanerin Betty Robinson wird vor der Kanadierin Fanny Rosenwelt Olympiasiegerin)

 
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