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Vortrag «Wird man auch ohne Doping Olympiasieger?» von Beat Villiger
Organisation / 21. November 2016
Vortrag «Wird man auch ohne Doping Olympiasieger?» von Beat Villiger
Am Mittwoch, 23. November 2016, um 18 Uhr, ist Dr. med. Beat Villiger im Landesmuseum zu Gast. Er wird einen Vortrag über Doping im Spitzensport halten.

Einer der Grundwerte des sportlichen Wettkampfs ist die Fairness. Um diese an Sportwettkämpfen für alle Teilnehmenden zu gewährleisten, müssen alle über dieselben sportlichen Rahmenbedingungen verfügen. Gleichzeitig versucht aber auch jeder Sportler die beste Leistung zu erzielen. Geschieht dies durch die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder durch die Nutzung von unerlaubten Methoden, spricht man von Doping.

 
Aus der Antike ist bekannt, dass Sportler im Vorfeld von Wettkämpfen Rauschmittel wie Mohn oder Alkohol zu sich nahmen, um Schmerzen zu betäuben. Dies müsste nach heutigen Massstäben als Doping bezeichnet werden. 
 
Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts galt Doping als Kavaliersdelikt, und viele Sportler waren sich dessen Schattenseiten nicht bewusst. Erst im Verlauf der 1960er Jahre entwickelte sich die Doping-Problematik zu einem öffentlichen Thema. Dabei ging es nicht nur um das Sicherstellen von fairen Wettkämpfen, sondern auch um die Gesundheit der Athleten. So war an den Olympischen Spielen 1960 in Rom ein Radrennfahrer an den Folgen von Doping verstorben. Doping schadete zudem dem öffentlichen Ansehen des Spitzensports und den olympischen Werten.
 

Ab Mitte der 1960er Jahre begannen Sportverbände den Gebrauch von leistungssteigernden Drogen zu untersagen. 1967 verbot das IOC Doping und erstellte eine Liste verbotener Substanzen. 1968 fanden erstmals Dopingkontrollen an Olympischen Spielen statt. Obwohl die Kontrollen und die allgemeine Dopingprävention bis heute laufend verbessert werden, so etwa durch die Gründung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) 1999, bleibt Doping ein Thema im Spitzensport. Schlagzeilen machten etwa die sogenannten „Dopingopfer“, das sind Athletinnen und Athleten, denen ihre Trainer oder Ärzte ohne ihr Wissen Hormone und andere Dopingmittel verabreicht hatten. So wurde etwa in der DDR, aber auch in anderen Ländern, das Doping im Leistungssport staatlich organisiert. Ein grelles Licht auf Praktiken dieser Art warfen Recherchen von Journalisten sowie der von der WADA in Auftrag gegebene McLaren-Report über ein systematisches Staatsdoping in Russland im Vorfeld sowie an den Olympischen Winterspielen in Sochi 2014.

 
Der Referent, Dr. med. Beat Villiger, ist durch seine langjährigen Erfahrungen als Sportmediziner und begleitender Chefarzt der olympischen Nationalmannschaft der Schweiz ein ausgezeichneter Kenner der Materie. Er wird in seinem Vortrag über Doping im internationalen Bereich berichten, aber auch auf die Situation in Liechtenstein und in der Schweiz eingehen. 
 
Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Sonderausstellung «Mythos Olympische Spiele – Von der Antike bis zur Gegenwart», die in Zusammenarbeit mit 
dem LOC bis zum 15. Januar 2017 im Liechtensteinischen Landesmuseum gezeigt wird.

 

(Bildquelle: viaframe)

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