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Nuller für Marco Büchel im Super-G
Nuller für Marco Büchel im Super-G
Im Herren-Super-G an den Olympischen Spielen schied Marco Büchel nach rund einer Minute Fahrzeit aus. Bis zu jenem Zeitpunkt lag er bereits 1,15 Sekunden hinter Olympiasieger Svindal zurück.

Von Ernst Hasler

Aksel Lund Svindal (No) siegte vor den US-Amerikanern Bode Miller und dem unbekannten Andrew Weinbrecht, der von der tiefen Startnummer 3 profitierte. 6 900 Fans verfolgten den Super-G vor Ort in Whistler-Creekside (Can).

Büchels verhängnisvolles Out
«Ich fuhr ein Tor zu direkt an und bin in der Folge hinten gesessen. Zudem hat der Innenski gebissen, sodass ich das nächstfolgende Tor verpasste», schilderte Büchel sein Ausscheiden. Schon zuvor war ihm nach 29 Sekunden ein Andrifter unterlaufen, der einiges an Zeit kostete.
Im oberen Streckenteil kassierten die Fahrer Schläge en masse. «Die Piste war schlecht. Als ich ausgeschieden war, stellte ich sogar fest, dass der Schnee sehr nass war und zudem klebt», erläuterte Büchel.

Startnummer liess wenig zu
Marco Büchel hatte schon vor seinem Start Ärger. Einerseits zog er die hohe Startnummer 30 und andererseits stürzte vor ihm der Schwede Patrik Järbyn schwer, sodass es zu einem 23-minütigen Unterbruch kam. «Schon nach der Teamsitzung am Vorabend wusste ich, meine Chancen betrugen weniger als ein Prozent. Dafür bin ich selbst verantwortlich. Hätte ich während der Saison mehr Gas gegeben, wäre ich nicht aus der ersten Gruppe geflogen. Dann wäre alles möglich gewesen», urteilte Büchel selbstkritisch.

«Ich hatte oft viel Glück mit der Startnummer. Heute war das nicht der Fall. Ich hatte dem Schweizer Teamkollegen Grünenfelder vorgeschlagen, dass wir die Nummern tauschen. Er meinte, dass er das schon oftmals gerne mit mir gemacht hätte in der Vergangenheit», hatte Büchel das Lachen zumindest wieder gefunden. Er habe das Rennen vorab keineswegs abgeschrieben. «Auf eine Medaillenfeier habe ich mich jedoch schon am Vorabend nicht eingestellt», gestand Büchel offen.

Unterbruch: «Es lief alles falsch»
Für Büchel lief alles schief. Vor ihm kam es zum Start-Stopp-Unterbruch, da Järbyn schwer gestürzt war. Büchel wollte im Starthaus bleiben, da zuerst nur eine Pause von vier Minuten zu erwarten war. Schliesslich hiess es, dass weitere fünf Minuten folgen werden. «Als nochmals fünf Minuten angehängt wurden, habe ich tatsächlich geflucht. Es war nicht einfach, die Konzentration und Spannung hochzuhalten», meinte Marco Büchel.

«Die Enttäuschung ist nicht riesig»
Leider komme er in seiner Karriere auf keine Medaille. «Die Enttäuschung ist selbstverständlich da, sie ist aber nicht riesig», gestand der LSV-Rennläufer. Das Thema Medaillen sei ihm letztlich doch etwas auf den Geist gegangen. «Ich konnte es nicht mehr hören und wäre wohl ausgerastet, hätte mich jemand nochmals darauf angesprochen», sprach Büchel klare Worte.

Gratulation an Svindal
In der Mixed-Zone gratulierte Büchel dem norwegischen Ausnahmekönner. «Er ist ein typischer Elch, wie schon Kjetil-André Aamodt und Lasse Kjus Das habe ich ihm gesagt. Er verzichtet auf die Weltcup-Kristallkugel und hat sich auf die Olympischen Spiele konzentriert. Er ist ein würdiger Sieger», urteilte Marco Büchel.

ORF und SRG zeigten Büchel nicht
Die zwei TV-Stationen der Schweiz (SF DRS) und Österreich (ORF) stiegen in ihrer TV-Liveübertragung aus, bevor Marco Büchel ins Rennen ging. Sichtlich enttäuscht nahm das Büchel im Zielraum zur Kenntnis, als er davon erfuhr. «Das tut weh, wenn die vor mir die Liveübertragung abschalten», lautete der Kommentar des Liechtensteiners.

Olympische Spiele. Super-G der Männer:

1. Aksel Lund Svindal (No) 1:30,34. 2. Bode Miller (USA) 0,28 zurück. 3. Andrew Weibrecht (USA) 0,31. 4. Werner Heel (It) 0,33. 5. Erik Guay (Can) 0,34. 6. Christof Innerhofer (It) 0,39. 7. Patrick Staudacher (It) 0,40. 8. Carlo Janka (Sz) 0,49. 9. Tobias Grünenfelder (Sz) 0,56. 10. Didier Cuche (Sz) 0,72. 11. Ales Gorza (Sln) 0,73. 12. Kjetil Jansrud (No) 0,87. 13. Adrien Theaux (Fr) 0,90. 14. Benjamin Raich (A) 1,01. 15. Didier Défago (Sz) 1,09. 16. Ivica Kostelic (Cro) 1,13. 17. Georg Streitberger (A) 1,15. 18. Andrej Sporn (Slo) 1,24. 19. Ted Ligety (USA) 1,36. 20. Mario Scheiber (A) 1,59. 21. Michael Walchhofer (A) 1,66. – 45 klassiert.

Ausgeschieden:

Marco Büchel (Lie), Patrick Järbyn (Swe), Peter Fill (It), Manuel Osborne-Paradis (Ka), Andrej Jerman (Sln), Robbie Dixon (Ka).


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