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Die Zukunft der Kleinstaatenspiele
Die Zukunft der Kleinstaatenspiele
Interview mit Angelo Vicini, dem neuen Generalsekretär der Kleinstaatenspiele am Rande der Arbeitssitzung mit Leo Kranz, Präsident des Exekutivrates der Kleinstaatenspiele und Alex Hermann.

Herr Vicini, Sie sind Präsident des Olympischen Komitees von San Marino. Anlässlich der Sitzung des Exekutivkomitees in Zypern wurden Sie neu zum Generalsekretär der Kleinstaatenspiele gewählt. Darf ich Sie bitten, sich kurz vorzustellen?
Wie Leo Kranz beim LOSV bin auch ich nicht hauptberuflich als Präsident des NOK San Marino tätig. Doch bin ich dem Sport seit jeher verbunden. Seit ich vor längerer Zeit 10 Jahre lang in den USA lebte, spiele ich Baseball. Als ich nach San Marino zurückkam, spielte ich für das Baseball-Team von San Marino. Und wurde später auch Präsident des Baseballverbandes. Und so ging es weiter…

Und jetzt machen sie gerade Ferien in Liechtenstein?

Nicht ganz. Ich habe mit meiner Familie gerade einige Tage in Südtirol verbracht. Und wegen dieser Sitzung haben wir einen Kurztripp nach Liechtenstein gemacht. Weil es gerade am Wege lag (lacht)...

Was waren Ihre ersten Aufgaben und Herausforderungen als neuer Generalsekretär?
Ich glaube nicht, dass es eine grosse Herausforderung ist, denn wir sind eine grosse starke Familie, wenn ich so sagen darf. Denn auch wenn wir klein sind, können wir wichtige Dinge tun. Meine Aufgabe ist es, die acht bzw. jetzt neun Nationen zusammenzuhalten und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass es auch in Zukunft möglich ist, diese Spiele alle zwei Jahre zu organisieren. Denn diese Kleinstaatenspiele sind sehr wichtig für uns kleine Länder.

Wie Sehen Sie die Zukunft der Kleinstaatenspiele? Und eine Anschlussfrage: Was ist Ihre Vision für diese Spiele?
Nun, ich war seit Anfang an dabei. D.h. 1985, bei der ersten Durchführung in meinem Land, war ich Chef de Mission von San Marino. Ich habe erlebt, wie diese Spiele ein wichtiger Faktor waren für den Sportstättenbau in den meisten der beteiligten Länder. Diese Sportstätten u.a. ermöglichten wiederum, dass die Athleten immer bessere Leistungen bringen konnten. Hauptziel der Spiele ist es heute, dass die Athleten ihre Leistungen laufend verbessern können. Und dass die Kleinstaatenspiele so ein erster Schritt zur Teilnahme an internationalen Wettkämpfen und Olympischen Spielen sind.

2015 geht die zweite Serie der Kleinstaatenspiele zu Ende. Denken Sie, dass es danach eine weitere Serie geben wird?
Dessen bin ich mir ganz sicher.

Vor einigen Tagen haben sie die anderen NOKs informiert, dass es zwei Dopingfälle in Zypern gegeben hat? Welche Sportarten sind betroffen und von welchem Land stammen die Athleten?
Es sind drei Athleten, zwei Basketballspieler und ein Luftgewehrschütze. Alle von Zypern. Sanktionen wird der jeweilige Internationale Verband aussprechen. Auch wenn Doping immer etwas Negatives ist, sollten wir hier auch die andere Sicht einnehmen: Es zeigt auf, dass wir alle gegen Doping sind und die Anzahl der Tests laufend erhöht haben. Es ist unangenehm, wenn Athleten Dopingmissbrauch begehen. Doch wie gesagt zeigt es auch, dass wir alle keine Athleten dulden, die betrügen, und dass wir die Regeln von WADA und IOC sehr ernst nehmen.

Kommen wir zu den Kleinstaatenspielen 2011: Welche Erwartungen haben Sie im Hinblick auf die LieGames?
Also nach 1999 können wir nur gute Dinge erwarten. Denn bei den Spielen 1999 in Liechtenstein konnte man das erste Mal das Gefühl eines Olympischen Dorfes wahrnehmen, indem ein Main Center eingerichtet wurde. Sicherlich sind die Kleinstaatenspiele etwas für die Bürger des organisierenden Landes. Doch in erster Linie sind die Spiele für die Athleten. Und durch die Möglichkeit des Zusammenseins und -lebens – auch wenn es kein Olympisches Dorf gab in dem Sinn, dass man auch am selben Ort schlief – entstand das Gefühl eines Olympischen Dorfes und das war fantastisch. Nach 1999 versuchten das die anderen Nationen mehr oder weniger zu kopieren. Und weil ich weiss, dass Sie dies wieder so planen wie 1999, bin ich mir sicher, dass es gut wird.

Was sind Ihre Aufgaben in Hinblick auf die LieGames?
Meine Hilfe anzubieten bei allfälligen Problemen, die durch Fragen und Forderungen der anderen NOKs entstehen. Doch meistens findet das OK hier selbst Lösungen, ohne dass es mich braucht.

Mir Vicini, vielen Dank für dieses Gespräch und noch einen schönen Aufenthalt hier bei uns in Liechtenstein.

(Robert Büchel-Thalmaier)
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