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Marco Büchel und sein Ärger mit dem Schnee
Marco Büchel und sein Ärger mit dem Schnee
Auf den Skipisten von Whistler-Creekside ist Liechtensteins Ski-Ass Marco Büchel noch nicht mit den Schneeverhältnissen zurechtgekommen. Nach seiner zweiten Trainingsfahrt für die Spezialabfahrt ist...

Von Ernst Hasler
Auf der verkürzten Strecke – die Fahrt dauerte nur bis zum Slalomstart und war somit um 20 Sekunden verkürzt – büsste Büchel bereits 2,09 Sekunden auf Michael Walchhofer (A) ein. Auf den Schweizer «Teamkollegen» Didier Cuche, der ein Tor verpasst hatte und somit als Schnellster aus den offiziellen Ranglisten verschwand, verlor er 2,14 Sekunden. «Es ist für mich eine Art Ernüchterung», beurteilte Marco Büchel seinen 34. Rang. Noch am Tag zuvor – jenes Training wurde an der Mannschaftsführersitzung als nichtig erklärt – hatte er den 30. Rang belegt.

«Ich wollte aufdrehen»
Nach dem Kennenlernen der Strecke im ersten Training vom Mittwoch beschönigte Büchel nach der gestrigen zweiten Einheit nichts. «Dieses Resultat frustriert mich. Ich wollte nach dem ersten Tag aufdrehen. Wenn ich trotz meiner Fehler ein Top-Ten-Resultat realisiert hätte, könnte ich damit leben und weiter an meinen Olympiatraum glauben», tappt Büchel im Dunkeln. Ein kapitaler Fehler im Mittelteil hat ihm bestimmt viel Zeit gekostet. «Es war eine verdammt wichtige Stelle, wo man den Speed ins Flache mitnehmen sollte», erzählte Büchel.

Probleme mit dem Frühlingsschnee
Der Schnee in Whistler entspricht offenbar nicht dem Wunschgedanken von Marco Büchel. Im oberen Streckenteil liegt Naturschnee. Im mittleren Teil haben es die Rennläufer mit Frühlingsschnee zu tun. «Ab der Mitte ist er körnig. Vor zehn Jahren hätte ich gejubelt und wäre bestimmt aufs Podest gefahren. Meine Skier sind schnell, doch mein Gefühl passt nicht», erläutert der LSV-Rennläufer die Ausgangslage. Das gesamte Paket schmiere, zudem sei er icht auf Zug gefahren. Die Sicht sei trotz des Nebels, der eine Verkürzung notwendig machte, fair gewesen. «Bis zu 90 Prozent sah ich gut», wie Büchel betonte.
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